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süsses auf sterne-niveau

Wir stellen vor: Alexandra Lang – unsere neue Chef-Patissière in unserer hauseigenen Confiserie. Mehr über ihre beachtliche Karriere und mit welchen süßen Highlights Sie zukünftig verwöhnt werden, verrät sie im Interview.

Sie ist 35 Jahre jung, hat in einigen der besten Sterne-Restaurants Europas gearbeitet. Deutschlands höchstdekorierter Sternekoch Harald Wohlfahrt sagt über sie, dass sie „eine sehr talentierte und enorm kreative Patissière” sei. Wir freuen uns, das Ausnahmetalent Alexandra Lang als neue Chef-Patissière in der Breuninger Confiserie in Sachsenheim zu begrüßen!

In der von Männern dominierten Spitzengastronomie haben Sie als erste Frau in Deutschland mit nur 26 Jahren die Auszeichnung „Patissière des Jahres“ erhalten. Wie haben Sie das geschafft?

Alexandra Lang: Vielleicht durch meine Begeisterung für Süßes. Diese kam zweifellos durch meine Eltern, die ein Hotel mit Sterne-Restaurant am Bodensee haben. Und so stand ich schon von klein auf gerne mit in der Küche. Allerdings habe ich mich immer mehr für Desserts und Torten interessiert, sodass eine klassische Kochausbildung nicht infrage kam. Ich erinnere mich, wie ich selbst zu mir sagte, dass ich mich wie ein Mädchen anstelle und sie mich mit Fische schuppen jagen konnten.

Welchen Weg sind Sie dann gegangen?

Ich begann mit 16 Jahren meine Ausbildung zur Konditorin in Friedrichshafen und wurde mit 20 Jahren Chef-Patissière in Vincent Klinks Restaurant Wielandshöhe in Stuttgart. Nach weiteren Stationen in renommierten Häusern in Österreich und der Schweiz ging ich 2006 für ein Jahr zu Harald Wohlfahrt in die Schwarzwaldstube. Wohlfahrts Chef-Patissier Pierre Lingelser ist bis heute eines meiner größten Vorbilder. Er ist absoluter Perfektionist und hat mir sehr viel beigebracht.

Mit Fantasie, Finesse und Fingerspitzengefühl kreiert Breuninger Chef-Patissière Alexandra Lang Pralinen, Tartes und Törtchen © Carsten Klöpper

Auf welche Neuheiten dürfen wir uns zu Weihnachten freuen?

Neu in diesem Jahr ist das Schokoladen-Puzzle und das Lebkuchenhaus im Weckglas, das auch als Deko dienen kann und mit dem wir das Thema Nachhaltigkeit ansprechen wollen. Aber keine Sorge – die bewährten Klassiker, darunter auch die beliebten Macarons, bleiben.

In puncto Ernährung ist „vegan“ gerade stark im Trend. Wie sieht es da in der Breuninger Confiserie aus?

Im Bereich „vegan“ sind wir bereits aktiv. Wir verarbeiten keine Gelatine, außerdem verzichten wir auf Konservierungsstoff e sowie auf Lebensmittelfarbe und setzen stattdessen auf Naturprodukte wie z. B. Rote Bete, um Süßwaren natürlich zu färben.

Welche Eigenschaften und Talente muss ein guter Konditor mitbringen?

Ein gutes Gespür für das Produkt und das Feingefühl für vielfältige Zutaten. Das Tolle in der Konditorei ist: Man kann unterschiedliche Zubereitungsmöglichkeiten anwenden. Man backt nicht nur „rein“ süß, sondern arbeitet auch mit Gemüse, Gewürzen und Kräutern, die dem Produkt trotz unterschiedlicher Zutaten eine gewisse Harmonie verleihen. Jedoch sollte ein süßes Finale immer ein süßes Finale bleiben.

Haben Sie ein Lieblingsdessert an Weihnachten?

Generell empfehle ich ein Dessert, welches man gut vorbereiten kann. Beliebt sind Schokoladen oder Lebkuchen, die in Verbindung mit Frucht zubereitet werden. Das gibt dem Ganzen eine frische, exotische Note. Zudem soll es leicht sein, da an Weihnachten meist viel gegessen wird.