©Mario Schmolka Courtesy of OLYMP
gespräche

ein Gespräch über Schönheit mit Gerald Butler

Er zog als König Leonidas in den Krieg, spielte sich als Phantom der Oper sowie in Romantik-Komödien in die Herzen der Frauen und seine zahlreichen männlichen Fans wünschen sich stets seinen nächsten Action-Film herbei. Kein Wunder, dass Gerard Butler zu den gefragtesten Hollywood-Stars zählt.

Der gebürtige Schotte sagt selbst, dass die Heldenrollen ihm gezeigt haben, wie er mit seinen eigenen Werten, Überzeugungen und Verpflichtungen umgehen möchte. Dazu gehört zweifellos auch sein Engagement bei Mary´s Meals

Bevor Sie Schauspieler wurden, haben Sie Jura studiert. Hat das Ihren Gerechtigkeitssinn gefördert, oder wollten Sie die Welt zu einem besseren Ort machen?

Gerard Butler: Ehrlich gesagt hatte ich nicht vor, die Welt zu retten, als ich mein Jurastudium angefangen habe. Auch war ich nicht von großen Idealen getrieben. Ich dachte, eine Anwaltskarriere ist etwas Solides. Später hat sich schnell herausgestellt, dass ich dafür nicht gemacht war. Das Studium hat mir dennoch viel gegeben – und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Ein Rechtssystem, in dem jeder vor dem Gesetz gleich ist und seine Rechte vor einem Gericht geltend machen kann, ist ein sehr hohes Gut. Das vergisst man manchmal.

Wie kam es zu Ihrem Engagement bei der Wohltätigkeitsorganisation Mary´s Meals?

Meine Mutter hatte mir immer wieder von der schottischen Wohltätigkeitsorganisation Mary’s Meals und deren Gründer Magnus MacFarlane- Barrow erzählt. Er ist in ihren Augen ein Engel, ein moderner Heiliger. Als er 2010 von CNN zu einem der zehn Tophelden, dem „CNN Hero“, ernannt wurde, hielt ich bei der Preisverleihung für ihn die Laudatio. Wir haben uns vom ersten Moment an gut verstanden und sind Freunde geworden. Mittlerweile arbeite ich fast zehn Jahre für Mary´s Meals und war schon bei vielen Reisen mit dabei. Was Magnus MacFarlane-Barrow mit Mary´s Meal bewegt, ist wirklich beeindruckend. Er sorgt dafür, dass 1,4 Millionen Kinder derzeit nicht hungern müssen.

Hatten Sie schon immer einen Sinn für Charity, oder hat Ihre katholische Erziehung Ihre innere Einstellung beeinflusst, Menschen zu helfen?

Jeder kommt mit einer sozialen Veranlagung zur Welt. Unsere Erziehung kann sie fördern oder verkümmern lassen. Meiner Mutter war es sehr wichtig, meinen Geschwistern und mir einige grundlegende Werte beizubringen. Ihre Worte: „Hab ein Auge für die Menschen um dich herum. Und führ dich nicht wie ein Idiot auf.“ Ob man das jetzt katholisch nennen möchte oder nicht.

Jede Mahlzeit ist ein Stück Wohltätigkeit und ein kleines Stück Liebe, das in die Herzen der Kinder dringt, so beschreibt Gerard Butler die Situation bei Mary´s Meals vor Ort in Liberia, ©Chris Watt/Rex Features/Shutterstock/ullstein bild

Worin liegt die Schönheit des Schenkens?

Es fühlt sich irgendwie falsch für mich an, über die Vorzüge des Gebens nachzudenken. Nicht zu geben ist einfach keine Alternative. Daher mein Motto: Gib, wenn dir danach ist. Wenn nicht, lass es. Etwas zu geben ist immer richtig, wenn es aus einem inneren Bedürfnis kommt.

Spielt das Geben im Arbeitsleben eines Schauspielers eine bedeutende Rolle?

Klar, du musst deine Leistung bringen. Und das nicht nur, um später einem Publikum Freude zu machen. Um dich herum sind Hunderte von Menschen, die alle hart arbeiten, um aus dem Projekt einen Erfolg zu machen. Diesen Menschen gegenüber spüre ich eine gewisse Verpflichtung. Ich will alles geben, um meinen Job so gut wie möglich zu machen. Wie viel du dabei von deiner Persönlichkeit preisgibst – das ist von Rolle zu Rolle unterschiedlich.

Was das Geben im Sinne von Nächstenliebe betrifft, bin ich überzeugt, dass man sich seiner Vorbildfunktion sowie seiner Möglichkeiten bewusst sein sollte, und ich meine nicht nur die finanziellen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben.

Hat Ihnen das Leben schon mal ein unerwartetes Geschenk gemacht?

Man könnte sagen, ich wurde schon mehrmals beschenkt! Immerhin war ich bei mehreren Gelegenheiten sehr nahe dran, mein Leben zu verlieren. Bei den Dreharbeiten zum Film „Mavericks“, einer Geschichte über das Big-Wave-Surfen, wäre ich um ein Haar ertrunken. An diesem Tag waren die Wellen über zehn Meter hoch. Ich paddelte über eine Welle, und ehe ich mich versah, kam die nächste und verschlang mich. Die Leine zu meinem Board riss und ich war weg. Meine nächste Erinnerung war, dass ich aus dem Wasser gezogen und in einen Krankenwagen geschafft wurde.

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich auch einen Motorradunfall. Ein Auto scherte vor mir aus, es krachte, ich wurde über den Lenker und meterweit durch die Luft geschleudert. Ich habe einiges abbekommen und hatte mehrere Brüche – aber auch diesmal war das Glück auf meiner Seite. Jeden Tag wache ich auf und bin dankbar, dass ich hier bin.

Einen schönen Menschen als solchen zu erkennen ist nicht so schwierig. Doch das ist nicht das, worum es geht. Es kommt darauf an, ob das Äußere auch dem Wesen der Person entspricht oder nur aufgesetzt ist.

Wie gelingt es Ihnen, in der Welt des schönen Scheins, wie man es der Filmbranche ja nachsagt, Ihre Authentizität zu bewahren?

Mein Vorteil mag vielleicht sein, dass ich erst relativ spät Karriere in Hollywood gemacht habe. Und so empfinde ich eine Art von Dankbarkeit. Immer noch. Die Glitzerwelt mag manchmal aufgesetzt und oberflächlich sein – aber sie hat mir ermöglicht, das zu tun, wofür ich bestimmt bin. Insofern erwarte ich nichts und muss mich auch nicht verbiegen. Darüber hinaus habe ich eine ganz gute Menschenkenntnis.

Ihre Mutter zog sie allein groß. Ist Ihre Wertschätzung von Schönheit daher eher eine feminine?

Viele Schauspieler sind sehr feinfühlig und haben feine Antennen dafür, was bei den Menschen um sie herum bestimmte Gefühle auslöst. Mich hat das schon sehr früh fasziniert, und deswegen hatte ich als Elfjähriger den Wunsch, Schauspieler zu werden. Schlussendlich hat das auch etwas mit dem Erleben von Schönheit zu tun. Denn schön ist etwas, wenn es positive Gefühle in uns weckt.

Kann körperliche Attraktivität verführen?

Jeder fühlt sich von äußerer Schönheit angezogen. Es gibt aber noch eine andere, tiefere Ebene – eine Schönheit, die das Innere eines Menschen widerspiegelt. Und es gibt eine Menge dazwischen. Ein Blick. Die Art, wie jemand geht. Oder spricht.

Sie sagten auch einmal, dass Sie eine echte Schönheit auf den ersten Blick erkennen. Wie definieren Sie Schönheit in Bezug auf Menschen?

Einen schönen Menschen als solchen zu erkennen ist zunächst nicht so schwierig. Doch das ist nicht das, worum es geht. Das Aussehen ist nur ein Teil des Ganzen. Worauf es ankommt, ist zu sehen, ob das Äußere auch dem Wesen der Person entspricht oder nur aufgesetzt ist. Ob man es wirklich mit einem schönen Menschen oder nur mit einer attraktiven Oberfläche zu tun hat.

My Style. My Statement. Hollywood-Star Gerard Butler verkörpert als Markenbotschafter in idealer Weise die Werte, aus denen OLYMP Produkte entstehen. Dazu gehören u. a. Geradlinigkeit, Souveränität, Stilsicherheit und eine klare innere Haltung, ©Mario Schmolka Courtesy of OLYMP

Ist Humor ein Weg zur Schönheit?

Ich würde eher sagen: Er ist die Voraussetzung. Das heißt aber nicht, dass man ständig Witze erzählen oder irgendwelche Kunststücke vorführen muss, um attraktiv zu sein. Es geht vielmehr darum, ein Gespür für die Absurditäten, die kleinen Brüche und unerwarteten Wendungen im Leben zu haben.

Und vor allem für die eigenen Fehler. Und sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Nichts ist öder als jemand, der sich für den Mittelpunkt der Welt hält.

Haben Sie bereits rausgefunden, warum die Kamera Sie liebt? Ist die Attraktivität Ihrer dargestellten Figur etwas, an dem Sie bewusst arbeiten?

Die interessantesten Menschen sind die, die ein Ziel verfolgen. Die eine Entwicklung durchmachen. Mit all den Zweifeln, Versuchen, Irrwegen und Erfolgen. Das ist auch auf der Leinwand so. Wenn eine Figur die Zuschauer auf ihren Weg mitnimmt und an ihrer Entwicklung teilhaben lässt, ist sie interessant. Das musst du als Schauspieler sichtbar und spürbar machen. Wenn du selbst weißt, wie sich das im echten Leben anfühlt, ist das sicherlich kein Nachteil. Ich habe auf meinem Weg Menschen enttäuschen müssen, die ich liebe. Schmerzhafte Verluste erlebt. Und gelernt: Du weißt erst am Ende, wofür alles gut ist.

Entstehen Chancen wenn man wachsam und ständig unterwegs ist?

Ja … und nein. Als ich nach dem jähen Ende meiner Juristenkarriere nach London kam, um Schauspieler zu werden, hatte ich das Glück, eine alte Freundin wieder zutreffen, die als Casting Director gearbeitet hat. Sie hat mir zu meinem ersten Vorsprechen verholfen. Ohne sie … wer weiß, was aus mir geworden wäre. Also: Manchmal hast Du einfach nur Glück. Aber wenn es soweit ist, dann greif zu und lass verdammt nochmal nicht mehr los.

Ein weiteres Zitat von Ihnen: „Ich bin in Angst geboren.“ Kann Druck für die Entwicklung des Charakters von Bedeutung sein?

Ich glaube nicht, dass die Erfahrung von Unsicherheit und Verlust für die Entwicklung eines Kindes von Vorteil ist. In keinster Weise. Später kann man das vielleicht einordnen. Oder gestärkt daraus hervorgehen. Aber das heißt nicht, dass es nicht mehr schmerzt. Ich wünsche jedem, dass er seine Kraft aus positiven Erlebnissen bezieht.

Sie sagten, dass Sie Ihren Teil des Ruhmes hatten und bereit waren, weniger glamouröse Dinge zu tun. Ist es erfrischend, für eine Weile vom Radar zu verschwinden?

Es gab eine Zeit, da habe ich vier, fünf Filme am Stück gedreht. Ohne Pause. Wenn man so ein extremes Tempo geht, dann kommt irgendwann die Rechnung. Du bist permanent unterwegs, in irgendeinem Flugzeug oder auf einem roten Teppich. Nur bei dir selbst bist zu nie. Das war die Zeit, in der ich meinen Motorradunfall hatte. Ich will nicht sagen, dass mich das vollkommen verändert hätte. Aber ich habe gemerkt: Ich kann es mir leisten, mal eine Auszeit zu nehmen. Vor allem: Ich bin auch bereit dazu.

Sie meditieren regelmäßig am Strand und machen Yoga. Letzten Monat haben Sie an den tibetischen Lehren teilgenommen. Wie haben diese Praktiken Ihr Leben verändert?

Es ist eine extreme Erfahrung, es ganz allein mit sich selbst auszuhalten. Du merkst, dass Du keine ganz einfache Gesellschaft bist! Aber diese Art von Erlebnis verändert Dein Leben und eröffnet Dir Denk- und Sichtweisen, von denen Du keine Ahnung hattest. Das kann ich jedem nur empfehlen!

Seit drei Jahren sind Sie das Testimonial von OLYMP. Unterstützt Mode die Schönheit eines Menschen?

Mode unterstreicht die Attraktivität einer Person – vorausgesetzt, sie entspricht ihrer Persönlichkeit. Man erkennt schnell, ob sich jemand in seinem Outfit wohlfühlt oder ob er sich verkleidet. Die Marke OLYMP passt zu mir: Ihre Eleganz ist sympathisch sowie dezent und ich arbeite gern für sie. Ich kenne die Familie, die das Unternehmen gegründet hat, und schätze die Art und Weise, wie sie ihr Geschäft führen – das hat ebenfalls etwas mit Authentizität zu tun. Auch finde ich ihr Engagement für Wohltätigkeit und Nachhaltigkeit großartig.

Nachhaltigkeit und Ethik ist derzeit branchenübergreifend ein Riesenthema. Hat Schönheit auch mit Achtsamkeit zu tun?

Auf jeden Fall. Ich merke immer mehr: Worum es eigentlich geht, ist im Reinen zu sein. Mit sich selbst, mit den Menschen, die dich begleiten. Aber auch mit den Dingen, mit denen du dich umgibst. Ich will nicht sagen, dass du dann von einer leuchtenden Aura umgeben bist oder so. Aber ich bin mir sicher: Man sieht es dir an. Auch wenn man nicht genau weiß, was es ist.

Gerald Butler for Charity: Breuninger x OLYMP

Entdecken Sie exklusiv auf breuninger.com sowie in allen unseren Häusern das „OLYMP Level Five Smart Business Hemd“ in der auf 800 Stück limitierten Charity- Edition. Was sich dahinter genau verbirgt?

Das beliebte Hemd, in dem man in vollendeter Stilsicherheit die verschiedensten Situationen des Alltags meistert, soll auf das von der OLYMPBEZNER-STIFTUNG geförderte Projekt „Bikash“ aufmerksam machen. Mit dem gesamten Nettoverkaufspreis jedes Hemdes wird zu 100 Prozent die Schulbildung benachteiligter Kinder in Bangladesch gefördert.

Weitere Besonderheiten des Hemdes: Kent-Kragen, moderner Body Fit, flexibles Comfort-Stretch-Gewebe und eine feine Leinwandbindung. Im Bereich des linken vorderen Saums ist die Original-Unterschrift von Gerard Butler in Schwarz eingestickt.